Ablationstherapie von Herzrhythmusstörungen
Was ist eine Ablationstherapie?
Ablative antiarrhythmische Therapieformen sind minimal-invasiv Behandlungen mit jahrzehntelanger Tradition. In der Therapie von Herzrhythmusstörungen inaktivieren diese Verfahren gezielt Gewebe, welche unkoordinierte elektrische Impulse aussendet und so den normalen Herzrhythmus stört.
Ziel der Behandlung
Bei den in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzten Ablationsverfahren werden in der Herzmuskulatur gezielt Narben gesetzt und so das die Herzrhythmusstörung auslösende Gewebe dauerhaft inaktiviert.
Nach Identifizierung und Lokalisierung der das Herzrasen auslösenden Leitungsbahnen werden diese elektrisch verödet und so stillgelegt.
Wann ist diese Behandlung nötig?
Bei den tachykarden Herzrhythmusstörungen (Herzrasen) liegt die Herzfrequenz bei über 100 Schlägen pro Minute. Die Arrhythmie kann hierbei von Herzvorhöfen oder von den Herzkammern ausgehen: Manchmal lösen zusätzliche Leitungsbahnen unkontrollierte Erregungen des Herzens aus, die vom Patienten als anfallsartiges Herzrasen wahrgenommen werden.
Durch die schnelle Herzschlagrate, die in vielen Fällen plötzlich einsetzt, verbleibt den Klammern immer weniger Zeit zur Neuauffüllung oder die Herzmuskelkontraktionen sind schwach und unkoordiniert. In der Folge wir immer weniger Blut in das Kreislaufsystem gepumpt. Das Herz ist nun nicht mehr in der Lage, ökonomisch zu arbeiten und es kommt schnell zu einer Unterversorgung des gesamten Organismus mit Sauerstoff und Nährstoffen.
Die Auslöser einer tachykarden Arrhythmie sind unterschiedlich und reichen von einem Myokardinfarkt über koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz und einem Herzfehler zu Bluthochdruck bis hin zu nicht-kardialen Faktoren wie etwa eine Schilddrüsenüberfunktion, eine Elektrolytstörung oder eine Überdosierung eines Antiarrhythmikums bzw. Zusammenspielen gleichzeitig verabreichten Medikamenten (Interaktion).
Ablauf der Behandlung
Bei der Ablationstheraphie wird je nach Ablationsverfahren mittels spezieller Ablationskatheter, die bei einer elektrophysiologischen Untersuchung über eine Leisten-, Arm-, Brust- oder (in seltenen Fällen) Halsvene zum Herzen geführt werden, entweder Wärme (Hochfrequenzstromablation, Laser, Ultraschall) abgegeben oder es wird dem Herzgewebe Wärme abgezogen.
Die Wärme bzw. Kälte zerstört das Herzgewebe im vorher als krankhaft identifizierten Bereich, es entsteht eine Läsion. Um eine Behandlung erfolgreich abzuschließen kann es nötig sein, mehrere solcher Läsionen durchzuführen. Nach erfolgter erster Ablation wartet der durchführende Kardiologie 30 Minuten und testet durch Stimulation, ob sich die Herzrhythmusstörung weiterhin auslösen lässt, ist dies der Fall, wird eine (bei Bedarf auch mehrere) Ablationen durchgeführt.
Dauer der Behandlung
Die Dauer einer Behandlung ist abhängig von der Art der Herzrhythmusstörung und dem gewählten Ablationsverfahren, sowie der Anzahl der durchzuführenden Läsionen.
Zumeist dauert eine Behandlung weniger als 2 Stunden, in einigen Fällen ist es aber durchaus möglich, dass sich der Behandlungszeitraum auf mehrere Stunden erstreckt.
Risiken
Die Ablationstherapie hat eine lange Tradition und ist demzufolge eine Behandlung bei der selten Komplikationen auftreten. Dennoch bestehen wie bei jedem medizinischen Eingriff auch bei der Ablationstherapie Risiken, diese sind vorrangig von der zu behandelnden Arrhythmie abhängig.
Zu beachten
Der Patient muss nüchtern zur Untersuchung erscheinen. Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, sollte auch ein längerer Verlauf der Untersuchung und eine eventuelle stationäre Behandlung einkalkuliert werden.
Nach erfolgtem ambulantem Eingriff darf der Patient am gleichen Tag nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Organisieren Sie daher am besten eine Abholung durch Angehörige oder Freude (selbstverständlich können Sie auch ein